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Was ein Moor ist, wird sehr gut im Rundgang des www.fehnmuseum.de  erklärt. 

Ursprünglich sind Hochmoore sehr naß, deshalb baumlos und haben eine sehr spezielle Fauna und Flora, die an dieses saure und feuchte Moormilieu angepaßt ist und nur hier leben kann.

Der Mensch nutzte die Moore erst systematisch ab dem 18. Jahrhundert.  Erst entwässerte ein Grabensystem  die Flächen, dann wurde Torf abgebaut, der Boden kultiviert und Landwirtschaft folgte. Das Moor starb schon bei der Entwässerung, es stellte sein Wachstum ein, die Vegetation veränderte sich.

 

Nach der Nutzung, meist aber noch während des Torfabbaus, wurden viele Moore im Rahmen des niedersächsischen Moorschutzprogramms als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Es wurde versucht, die Reste der Moore zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Dazu werden in diesen Naturschutzgebieten verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um vom Menschen veränderte Moore jetzt wieder mit menschlicher Hilfe in einen annähernd ursprünglichen Zustand zurück zu bauen. 

Die wichtigste Maßnahmen ist die Wiedervernässung, also Verschließen der Entwässerungsgräben, Aufstauen des Oberflächenwassers. Wo dies nicht möglich ist und Gräser und Gehölze überhand nehmen, wird gemulcht oder mit Schafen beweidet.

 

Unser Beweidungsgebiet liegt in einem Moorgebiet, welches mehrere Naturschutzgebiete umfaßt und zu Resten des früheren ostfriesischen Zentralmoores gehört. Es liegt an der Wasserscheide zwischen Weser und Ems auf dem ostfriesisch-oldenburgischen Geestrücken. Hier treffen die Landkreise Friesland, Leer, Wittmund und Ammerland zusammen. 

Die Naturschutzgebiete Lengener Meer (seit 1940, 252 ha), Spolsener Moor (seit 1986, 245 ha) Stapeler Moor (seit 1983, 557 ha) und Stapeler Moor Süd (seit 2007, 414 ha) bilden einen zusammenhängenden Lebensraum, der sich aber durch die unterschiedliche Nutzung sehr unterscheidet. www.nlwkn.niedersachsen.de

Das Lengener Meer  ist das älteste Schutzgebiet, bis auf erkennbare Spuren der Moorbrandkultur und des Buchweizenanbaus von menschlicher Nutzung nicht besonders betroffen und recht ursprünglich erhalten geblieben.

Das Spolsener Moor wurde durch bäuerlichen Torfabbau genutzt und ist deshalb durch kleinräumige Strukturen, unterschiedliche Torfstiche, Gräben, Wege stark zergliedert.

Das Stapeler Moor wurde industriemäßig abgebaut. Hier wurde mit großen Baggern der Brenntorf für das Kraftwerk Wiesmoor gewonnen. www.meinersfehn.de Diese Flächen eignen sich für großangelegte Wiedervernäßung, d.h. durch angelegte Dämme sammelt sich das Regenwasser, es bildet sich Staunässe, Torfmoose und Moorvegetation siedeln sich wieder an.

 

   

 

 

 

 

 

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Peter Schein, Heinen Damm 13, 26340 Zetel | peter.schein@web.de